
Hintergründe
Küche & Wissen
Namen, Zutaten und Begriffe.
Hintergründe zur ostdeutschen Küche: Namen, Zutaten und Begriffe, die beim Kochen helfen.
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Ost-Namen: Wie hieß das in der DDR?
Manche Gerichte hatten in der DDR einen eigenen Namen, nach dem heute noch gesucht wird.
| Gericht | Auch bekannt als |
|---|---|
| Grilletta | DDR-Burger |
| Krusta | DDR-Pizza |
| Goldbroiler | Brathähnchen |
| Kochklopse | Königsberger Klopse |
| Karlsbader Schnitten | Toast Hawaii |
| Senfeier | Süß-saure Eier |
| Hackbraten | Falscher Hase |
| Bastei Roulade | Schwalbennester |
| Tote Oma | Lose Wurst, Tiegelwurst |
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Grillabend: Was kam im Osten auf den Rost?
Der Grillabend im Garten gehörte für viele zum Sommer in der DDR: Holzkohlegrill, Gartentisch, Familie und Nachbarn. Gegrillt wurde meist, was es gab und was sich gut würzen ließ.
Zu den Klassikern zählen die Thüringer Rostbratwurst, das Rostbrätel (ein mariniertes Nackensteak mit Zwiebeln) und Schaschlik. Die Schaschlik-Spieße werden je nach Familie unterschiedlich bestückt, mal mit Leber, mal ohne. Auch ein Broiler lag nach vielen Erinnerungen oft auf dem Rost.
Dazu kamen Salate, die sich vorbereiten ließen: Kartoffelsalat, Spirellisalat und Tomatensalat. Viele dieser Gerichte sind nicht streng „vom Grill“. Sie gehörten aber zum Grillabend, und deshalb sammeln wir sie unter einem gemeinsamen Schlagwort.
Die Angaben beruhen auf Erinnerungen und Berichten, nicht auf einer festen Rezeptsammlung. Wie ein Grillabend aussah, unterschied sich von Familie zu Familie.
Regional
Regionale Küche: Was kochte man wo?
Die ostdeutsche Küche war nie einheitlich. Was auf den Tisch kam, hing von der Region ab und davon, was dort wuchs. Hier ein kurzer Überblick, geordnet nach Regionen, mit den passenden Rezepten.
Sachsen
Sachsen steht für Kuchen vom Blech, Quark und deftige Hausmannskost. Typisch sind die Dresdner Eierschecke, Quarkkeulchen und ein Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Auch Würzfleisch und Rouladen kommen aus dieser Tradition.
- Dresdner Eierschecke
- Quarkkeulchen
- Sächsischer Kartoffelsalat
- Würzfleisch
- Pflaumenkuchen
- Dresdner Bienenstich
- Krautroulade
Thüringen
In Thüringen dreht sich vieles um Kartoffeln und Fleisch vom Rost. Die Thüringer Klöße gehören zu Braten und Rotkohl, die Rostbratwurst zum Grillabend.
Berlin und Brandenburg
Die Berliner Küche ist deftig und unkompliziert: Eisbein mit Sauerkraut, Buletten, Linsen- und Kartoffelsalat. Aus Brandenburg kommen Fisch aus den Seen und Flüssen sowie Gemüse aus dem Spreewald.
- Berliner Eisbein
- Altberliner Kartoffelsalat
- Berliner Linseneintopf
- Brandenburger Bauernroulade
- Havel-Zander
- Hoppelpoppel
Lausitz und Sorben
In der Lausitz sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl das bekannteste Gericht. Auch Buttermilchplinsen und der Lausitzer Kartoffelsalat zeigen, wie einfach und satt die Küche dort ist.
Osteuropäische Einflüsse
Viele Gerichte in DDR-Gaststätten gingen auf Rezepte aus Böhmen, Ungarn, Russland und vom Balkan zurück, etwa Gulasch, Boeuf Stroganoff und Schaschlik. Sie kamen über Reisen und Gaststätten in den Alltag.
- Szegediner Schweinegulasch
- Boeuf Stroganoff
- Schaschlik-Spieße
- Schopska-Salat
- Karlsbader Schnitten
- Baumstriezel
Das ist eine grobe Einordnung. Viele Gerichte gab es in mehreren Regionen, und die Übergänge sind fließend. Mecklenburg und Sachsen-Anhalt folgen, sobald wir dazu Rezepte haben.
Weitere Themen folgen: Zutaten, Küchenlexikon, Kult-Produkte & Marken.
Küche & Wissen: mehr als Rezepte
Manche Gerichte hießen in der DDR anders, als man sie heute sucht. Hier findest du die alten Namen, bald auch Zutaten und Begriffe.
„Wer weiß, wie es hieß, findet auch das Rezept.“
Grilletta, Krusta, Goldbroiler: Die alten Namen sagen viel über die Zeit. Wir sammeln sie, damit niemand lange suchen muss.
